Köstliches frisches Grün ist Verlockung pur - vor allem für unsere Pferde. Es zieht sie magisch an. Trotz Trense oder Halfter hascht der Schelm hinter unserem Rücken mit langem Hals nach jedem Hälmchen oder lässt sich nach einem Stündchen Grasen nur mittels wilder Verfolgungsjagd von der Koppel holen. Da überweidete und überdüngte Wiesen heute eine stark reduzierte Flora aufweisen, ist es dem Haustier Pferd beihnahe unmöglich geworden eine wichtige Fähigkeit zu erlernen - das Unterscheiden von giftigen und ungiftigen Pflanzen. Gut, wohlschmeckende "Rohkost" vom Rest zu unterscheiden ist kein Problem. Aber Erstens ist giftig nicht immer gleich ungeniesbar und Zweitens macht die Gier selbst vor sonst Verschmähte nicht halt.
Buchsbaum
Vorkommen: Gärten, Parkanlagen, Friedhöfe als Hecke und Zierstrauch
Merkmale: Bis zu 4m hoher Strauch, immergrün, lederartige Blätter, unscheinbare gelblich – weiße Blüten, drei–fächerige Früchte (März-Mai)
Giftige Pflanzenteile: Blätter und Früchte
Vergiftungssymptome: Nervenwirksam, Schwindel, Kolik, Tod durch Atemlähmung
Notiz: Tödliche Dosis; 750 g der Blätter

Gemeine Eibe
Vorkommen: Schattige Wälder, angepflanzt in Gärten, Parkanlagen, auf Friedhöfen
Merkmale: 2 - 15m hoher Nadelbaum, dunkelgrün 3 cm lange Nadeln, rote Früchte (August - Oktober)
Giftige Pflanzenteile: Außer der roten Samenkapsel alle, besonders die Nadeln
Vergiftungssymptome: Schnellwirkend, Koliken, Blasen- und Nierenschädigung, Tod durch Herz- und Atemlähmung
Notiz: Schon kleine Mengen (50 - 300g) tödlich
Oleander
Vorkommen: Topf- und Kübelpflanze
Merkmale: Immergrün, bis 5m hoher Strauch/Baum, spitze, lederartige Blätter in dreizähligen Quirlen oder gegenständig, Rand umgerollt, Blüten sind groß, rot oder weiß (Juli, September)
Giftige Pflanzenteile: Alle
Vergiftungssymptome: Herz- und Kreislaufstörungen, Durchfall, Kolik, Atemnot, in schweren Fällen Herzlähmung
Notiz: Sehr giftig für Pferde (heißt in Indien "horse-killer"), Pflanzen nicht in Ställen und Scheunen überwintern