Aufgrund „unüberbrückbarer fachlicher und inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten“ ist
Dr. Gerd Heuschmann „auf eigenen Wunsch“ als 2. Vorsitzender bei Xenophon zurückgetreten. Dem Verein bleibe er jedoch als Mitglied erhalten, heißt es in einer Mitteilung vom 22. Juni. Heuschmann sei ein erklärter Gegner der Rollkur, ist Initiator und Gründungsmitglied von Xenophon und sei als Tierarzt ein Wegbereiter zum besseren Verständnis für die biomechanischen Zusammenhänge im Reitsport, heißt es weiter.
Die Mitglieder des Xenophon-Vorstandes und -Aufsichtsrates bedauern nach eigenem Bekunden Heuschmanns Entschluss. Auf der Mitgliederversammlung Mitte Juli werde satzungsgemäß ein neuer stellvertretender Vorsitzender gewählt, heißt in der offiziellen Stellungnahme des 1. Vorsitzenden Klaus Balkenhol. So harmonisch, wie die Reiter-Vereinigung es darstellt, scheint die Trennung von ihrem 2. Vorsitzenden jedoch nicht abgelaufen zu sein. „Ich habe beschlossen mich nicht zu verbiegen“, so Heuschmann gegenüber BAYERNS PFERDE.
Man habe ihm vorgeworfen, durch sein Auftreten den Zwist mit der FN zu schüren. Dass Xenophon mit der FN nicht streiten mag, scheint verständlich. Immerhin sind bald Weltreiterspiele, die Team-Aufstellung erfolgt in Kürze. Für Aachen Mitte Juli hatte sich u.a. Anabel Balkenhol, Tochter von Xenophon-Chef Klaus, mit ihrem Dablino für die Mannschaft qualifiziert, wie auf der Vereins-Homepage mitgeteilt wird. In der Xenophon-Satzung steht: „Der Verein ist selbstlos tätig.“
VC