DAM Riesenbeck: Dressur-Gold für Franziska Hofmann

Die weite Anreise hat sich gelohnt: Die neue Deutsche Amateur-Meisterin der Dressurreiter heißt Franziska Hofmann. Die Lehrerin aus dem niederbayerischen Pfarrkirchen setzte sich gegen starke Konkurrenz durch.

Bei der dritten Auflage der DAM, die in diesem Jahr auf der Reitanlage Riesenbeck International in Hörstel in Westfalen ausgetragen wurde, siegte die 30-jährige mit dem 14-jährigen Oldenburger Sterntaler vor Stephanie Witzemann aus Baden-Württemberg mit Levinio MP und Aline Hilbrig aus Sachsen mit Mondlicht. „Ich bin total überwältigt und kann es eigentlich noch gar nicht realisieren. Das ist ein mega Gefühl und, dass das so toll wird, das hätte ich mir glaube ich im Leben nicht träumen können. Das ist ein grandioser Tag, ein grandioses Wochenende einfach Wahnsinn“, strahlte Franziska Hofmann. Die Gymnasiallehrerin – „Das lässt sich recht gut mit dem Reitsport vereinbaren, weil man dann abends meistens schon ganz gut Zeit hat zum Reiten“ – konnte bereits die Finalqualifikation für sich entscheiden. Auch in der Kür sahen die Richter Hofmann und ihren Rappwallach vorne und setzten das Paar mit 76,708 Prozent auf Platz eins. „Die Musik war dramatisch und ich glaube, wir hatten auch so ein bisschen ein Alleinstellungsmerkmal, weil wir von der Musikrichtung her relativ alleine waren“, sagte Hofmann und schwärmte. „Sterntaler ist ein ganz braver und zuverlässiger, macht immer alles mit und kämpft immer. Ich habe ihn seit zehn Jahren und er ist mein Ein und Alles. “

Insgesamt 40 Paare, die sich über verschiedene Wege – Ranglisten, Landesmeisterschaften oder FAB-Erfolge – für den Start bei den DAM qualifizieren konnten, kämpften in Riesenbeck um den Titel in der Dressur. Das erste Dutzend sicherte sich über eine Finalqualifikation auf St. Georges-Niveau den Einzug ins Kürfinale, drei weitere nahmen den Umweg über das Kleine Finale.

Auch von den Bedingungen war die frischgebackene Meisterin begeistert: „Wunderbar, die Anlage ist traumhaft, die Halle ist gigantisch. Man ist erstmal total überwältigt, wenn man da reinkommt und es ist eigentlich wirklich schon eine Ehre, da überhaupt reiten zu dürfen. Das ist wirklich keine Selbstverständlichkeit“, so Franziska Hofmann, die für ihren DAM-Start die wahrscheinlich längste Anreise aller Teilnehmer in Kauf genommen hatte. Pm/mic