Der Wochenend-Tipp: Auf nach Marbach!

Die internationale Vielseitigkeitselite gibt sich am kommenden Wochenende ein Stelldich-ein im baden-württembergischen Haupt- und Landgestüt. Und Bayerns beste „Buschis“ sind mit dabei!

Auch er sattelt in Marbach: Andrew Hoy, die australische Vielseitigkeitslegende , hier bei den Weltreiterspielen 2018. (Foto: Stefan Lafrentz)

Niklas Bschorer, Sophie Grieger, Anna-Katharina Vogel… – Die Namen von Reitern aus dem Freistaat werden ebenso auf den Startlisten stehen wie die von Olympiasieger, Europa- und Weltmeistern. Die Nennungen kommen aus Australien, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, den Niederlanden, Österreich, Polen, Schweden und der Schweiz. Die ausländischen Gäste treffen auf die deutschen Cracks – auf Michael Jung, den Profi aus dem Schwarzwald, der bei zwei Olympischen Spielen drei Gold- und eine Silbermedaille gewann, auf Andreas Dibowski, den Team-Olympiasieger von 2008, auf Frank Ostholt, der wie Dibowski 2008 zum olympischen Gold-Team gehörte und 2006 mit der Mannschaft Weltmeister wurde, auf Dirk Schrade, der mit der deutschen Mannschaft sowohl bei den Olympischen Spielen 2012 als auch bei den Weltreiterspielen 2014 Gold gewann…

Championat und Nationenpreise

Für diese Profis geht es im CCI4*-S, dem Preis des Landes Baden-Württemberg, auch um einen Titel. Denn in der sportlich hochkarätigsten Prüfung des Marbacher Turniers tragen die deutschen Berufsreiter im Vielseitigkeitssattel alljährlich ihr Championat aus. Unabhängig von Meistehren aber gilt es, sich mit guten Runden vor den Augen des Bundestrainers für einen Startplatz bei den Europameisterschaften Ende August in Luhmühlen zu empfehlen. Das Turnier auf der Schwäbischen Alb ist offizielle „Vorbereitungsprüfung“ für die EM.

Und auch für die Jüngsten im Sattel geht es im Mai in Marbach um mehr als „nur“ den Sieg und die individuelle Platzierung: Gleich zwei Nationenpreise – einer für die Altersklasse der Junioren, einer für Ponyreiter – stehen auf dem Programm. Die Teams der Anrainerstaaten reiten außerdem um den „Pony-Alpencup“ und für die deutschen Nachwuchsreiter im Ponysattel ist das Turnier gleichzeitig Sichtung für die Europameisterschaften, die Mitte August im polnischen Strzegom ausgetragen werden.

Showacts vom Feinsten

Nicht nur auf spannenden Sport, auch auf ein buntes Rahmenprogramm dürfen sich die Besucher freuen. Für Abwechslung sorgen unter anderem der zum Shoppen einladende Ausstellungsbereich und eine Verkaufsschau des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg im Gelände, bei der talentierte Nachwuchspferde vorgestellt werden. Auch spektakuläre Show-Acts bereichgern das Programm: „Horse & Fire“ ist die Schaunummer überschrieben, die am Samstag ab 20:30 Uhr die legendäre Turnier-Fete unter dem Motto „Nationenpreis-Party“ einläuten wird. Ein Spektakel der besonderen Art!

Das Turnier beginnt mit den Dressurprüfungen am Donnerstag und Freitag. Den Auftakt im Gelände machen die Reiter des Junioren-Nationenpreises am Samstag um 8 Uhr. Das erste Pony geht um 9:40 Uhr auf die Strecke, das erste Paar in der Vier-Sterne-Prüfung um 12:20 Uhr. Die Reiter der Zwei-Sterne-Prüfung gehen ab 16 Uhr auf ihre Strecke. Die abschließenden Springen am Sonntag beginnen um 9 Uhr.