Ebreichsdorf: Die Geschwister Werndl auf Schleifenjagd

Souveräne deutsche Dressursiege wurden im niederösterreichischen Pferdesportpark Magna Racino gefeiert. An der tollen Bilanz aus deutscher Sicht hatten zwei Bayern maßgeblichen Anteil…

Siegerdecken sind für dieses Paar nicht ungewohnt: Jessica von Bredow-Werndl und Zaire-E, hier in Stuttgart. (Foto: Stefan Lafrentz)

Bei der zweiten Auflage der von Österreichs Verbandspräsidentin Sissy Max-Theurer ausgerichteten „Racino Dressage Classics“ gewannen die deutschen Mannschafts-Weltmeisterinnen von 2018, Dorothee Schneider aus Rheinland-Pfalz und Jessica von Bredow Werndl aus dem oberbayerischen Aubenhausen die bedeutendsten Prüfungen. Dabei feierte Schneiders Hannoveraner Showtime FRH sein Comeback auf der internationalen Bühne nach längerer Verletzungspause. Und was für eines! Die beiden gewannen sowohl den Grand Prix (76,87 Prozent) als auch den Grand Prix Special (81,021 Prozent). Platz zwei in beiden Prüfungen belegte Benjamin Werndl aus Aubenhausen. Am vergangenen Wochenende mit Daily Mirror beim Weltcup-Finale in Göteborg am Start, setzte er in Österreich den zehnjährigen Oldenburger Famoso OLD ein. Vor drei Jahren startete Werndl erstmals mit dem von Farewell III abstammenden Wallach in einer M-Dressur und baute ihn in der Folgezeit für den Grand Prix-Sport auf. Seine Ergebnisse – 74,326 Prozent im Grand Prix und 75,170 im Special – zeigten das Talent des Dunkelbraunen und lassen für die Zukunft noch einiges erwarten.

Während im Grand Prix Sissy Max-Theurers Tochter Victoria mit dem Oldenburger Breitling-Nachkommen Benaglio den dritten Platz belegte (72,478), rangierte im Special der Finne Henri Rouste mit dem dänischen Wallach Rosetti v. Romanov an dritter Stelle. Der von dem Briten Emile Faurie trainierte 37-Jährige lebt in der Nähe Dortmund.

Auch eine Kür-Tor stand bei diesem Vier-Sterne-CDI auf dem Programm. Diese dominierte Jessica von Bredow-Werndl mit ihrer niederländischen Stute Zaire-E. Im Grand Prix mit 75,826 bewertet, beendete die 15 Jahre alte Tochter des Son de Niro die Kür mit 82,25 Prozent. Dorothee Schneider folgte im Grand mit der Stute Pathetique, Deutsches Sportpferd v. Quaterback (74,13), konnte diesen Platz in der Kür aufgrund einiger Fehler allerdings nicht halten (Rang 9). So reihten sich zwei Paare des Gastgeberlandes hinter der Siegerin ein: Platz zwei belegte Victoria Max-Theurer mit dem Oldenburger Fackeltanz OLD v. Florencio I (76,475), gefolgt von Christian Schumach, der mit dem Oldenburger Sinclair Jason (v. San Amour) 74,925 Prozent erhielt.   fn-press/mic