Ein bayerischer Österreicher schnappt sich das Championat von München

Ein gebürtiger Münchner, der für Österreich reitet und ein Holsteiner in bayerischer Staatsdiensten holten sich gestern Nachmittag den hart umkämpften Sieg im Championat von München.

Unterwegs zum Sieg im Championat - mit einem Wimpernschlag Vorsprung: Max Kühner und Cielito Lindo. Foto: Puschak

Da tobte die altehrwürdige Münchner Olympiahalle: Max Kühner und Cielito Lindo holten sich in einem wahren Husarenritt die zweitwichtigste Prüfung der 20. Munich Indoors, das Championat von München. So viele Jahre wie es das Turnier nun gibt, so viele Reiter waren auch ins Stechen gekommen und natürlich gab jeder sein Bestes, um in dieser 1.50 Prüfung die Siegprämie von 7500 Euro mit nach Hause zu nehmen. Nun geht sie an den Starnberger See.

Läuft für ihn: Felix Haßmann hat in München schon zwei Siege und drei zweite Plätze geholt.
Foto: Puschak

Der Bayer Max Kühner und sein Clarimo-Sohn, der im Besitz des Haupt- und Landgestüts Schwaiganger steht, waren zwölf Hunderstelsekunden schneller als Felix Haßmann (seine dritte Silberschleife des Wochenendes, am Vormittag hatte er mit SL Brazonado außerdem das Punktespringen gewonnen). Dieser hatte seinerseits nur den Hauch eines Vorsprungs auf den Italiener Emanuele Gaudiano, der mit dem erst achtjährigen Chalou zwei Hunderstelsekunden langsamer gewesen war – und damit vier Hunderstelsekunden schneller als sein Landsmann Luca Maria Moneta mit Connery. Denis Nielsen platzierte seinen DSP Cashmoaker auf Rang fünf.

Sieg für Italien: In der Youngster-Tour dominierte Emanuele Gaudiano. Foto: Puschak

In der Youngster Tour erklang die italienische Hymne, als der in der Uniform der Carabinieri reitende Gaudiano der Vortagessiegerin Meredith Michaels-Beerbaum und Calle das Zepter aus der Hand nahm und sich im Sattel von Kaya can de Bosbeck die goldene Schleife holte. Rang drei ging an Bayern: Hans-Günther Goskowitz und Cool Hill zeigten eine tolle Runde.

 

Holte sich ein super Geburtstagsgeschenk: Jens Baackmann gewann den Gold Cup.
Foto: Puschak

Zu später Stunde – so spät, dass man dem Sieger gar zu seinem heutigen Geburtstag gratulieren konnte – fiel die Entscheidung im Gold Cup. Diesen schnappte sich Jens Baackmann mit Quantara und machte sich mit der Siegprämie von 10.000 Euro selbst das schönste Geburtstagsgeschenk. Bronislav Chudyba und Quinsy hatten das Nachsehen und wurden Zweite vor Krzysztof Ludwiczak und Stakkatol.

 

Die Meggle Grand Prix Kür ging vielumjubelt an Ingrid Klimke im Sattel de wunderschönen Hengstes Franziskus, die junge Bayerin Franziska Steiglmaier freute sich mit Lukas über einen tollen zweiten Platz und der Luxemburger Sascha Schulz wurde mit seinem Lusiato-Hengst Dragao Dritter. (müw)