Erste Online-Reitpferdeauktion Bayerns: Preisspitze wird Eidgenosse

Die Resonanz war mehr als zufriedenstellend. Die Premiere im fränkischen Leutershausen zwang sogar die Technik in die Knie.

Der farbenfrohe Däne ging via Franken in die Schweiz: Erasmus war Spitzenpferd der Online-Auktion. (Foto: Guido Recki)

Das neue Verkaufsmodell zog zunächst zahlreiche Kunden in die mittelfränkische Stadt, wo die Pferde eine Woche lang auf Gut Weihersmühle gestestet werden konnten. Die meisten Blicke zog der in Dänemark geborene Eyecatcher und Bewegungskünstler Erasmus von Blue hors Erlando, ausgestellt von Blue hors APS, auf sich. Von der ersten Präsentation auf Gut Weihersmühle an hatte der Braunschecke auch in den Sozialen Medien Tausende Fans. Kunden aus aller Welt boten schließlich auf den bildhübschen Schecken, letztlich hatten Käufer aus der Schweiz den längsten Atem und erhielten bei 64.000 Euro den Zuschlag.

Geplantes Auktionsende war ursprünglich Samstagabend. Aufgrund des nicht vorhergesehenen Kundenansturms war der Server allerdings kurz vor Auktionsende überlastet. Bei Auktionsleiter Thomas Münch glühten die Telefondrähte, da die Käufer ihre Gebote nicht platzieren konnten. Kurzfristig wurde die Auktion dann um einen Tag verlängert. Ende gut, alles gut.

Zweitteuerstes Pferd wurde der Rappe San Bernado von San Amour I/Fürst Heinrich, der künftig im Schwabenland zu Hause ist. Er brachte seiner Besitzerin 35.000 Euro. Teuerstes Springpferd war mit 21.500 Euro die ehemalige Westfalen-Championesse Lisa Simpson von Los Angeles. Aus dem Springlot stehen noch drei Pferde zum Verkauf. Im Schnitt kosteten die 17 verauktionierten Pferde 21485 Euro. Alle Dressurpferde (Durchschnittspreis: 27.937,50 Euro) fanden neue Besitzer. (pm/mic)