Frankfurt: Zweifach-Triumph für Max Kühner im Großen Preis

Der zweite Preis heute im Großen Preis von Hessen war für den Starnberger ein Erfolg in zweifacher Hinsicht: Gesattelt hatte er den von ihm selbst gezogenen, bayerisch gebrannten Cornet Kalua.

Als Reiter, Besitzer und Züchter in Frankfurt spitze: Max Kühner mit Cornet Kalua. (Foto: Stefan Lafrentz)

Wenn das kein Triumph ist! Als Züchter, Besitzer und Reiter steht Max Kühner auf der Ergebnisliste dieses Großen Preises. Und das ganz weit vorne: auf Platz zwei. Kühner, der international bekanntlich für Österreich startet, zählt zu den bekannten Größen auf den Turnierplätzen des Landes, aber auch Cornet Kalua ist in Bayern kein Unbekannter: Der 13-Jährige von Cornet Obolensky hatte schon vor seinen Runden in Frankfurt insgesamt sieben Siege in S*- und S2*-Springen auf dem Konto, dazu kommen 46 Platzierungen in der schweren Klasse bis Drei-Sterne-Niveau. Schon mit Cornet Kaluas Mutter, der Westfalenstute Piroschka von Platin/Frühlingswind, war Kühner im Sport erfolgreich: Seine ersten Erfolge in ihrem Sattel – damals noch in Klasse L – feierte Kühner 1992 als Junior. Die Stute begleitete ihn durch seine Zeit als Junger Reiter und bis 1996 – Max Kühner war damals zarte 22 Jahre alt und somit eben dem Jungen-Reiter-Alter entwachsen – sammelte er mit ihr Erfolge bis Klasse S. Piroschka brachte es auf eine Lebensgewinnsumme von knapp 15.000 Euro und gab ihr Talent ganz offensichtlich weiter: Vier Nachkommen wurden als Turnierpferde registriert, drei davon feierten S-Erfolge. Darunter auch ihre Tochter, die Fuchsstute Lady Acantus (von Acantus), mit der Kühner ebenfalls in S-Parcours erfolgreich war.

Sieger im Großen Preis war der Niedersachse Guido Klatte jun., der seit kurzem mit Franke Sloothaak trainiert. Er machte sich damit wenige Tage vor seinem 23. Geburtstag ein schönes Geschenk. Mit seinem Oldenburger Wallach Qinghai, dem Bundeschampion des Jahres 2013 und Klattes Partner beim Gewinn von Einzel-Gold bei der U21-Europameisterschaft 2015 sowie Silber bei der Deutschen Meisterschaft in diesem Jahr, gelang ihm einer von nur zwei fehlerfreien Ritten im Stechen, das neun Paare erreicht hatten – seine Zeit: 42,42 Sekunden.

Ebenfalls nach fehlerfreier Runde und in der Zeit von 47,18 Sekunden galoppierte Max Kühner im Sattel von Cornet Kalua über die Ziellinie des Stechparcours, während der Drittplatzierte Maurice Tebbel zwar mit dem Rheinländer Don Diarado, mit dem er zum WM-Bronze-Team von Tryon/USA gehört hatte, Zeitschnellster war (40,49 Sekunden), sich aber vier Strafpunkte für einen Abwurf anrechnen lassen musste.

Erfreulich aus bayerischer Sicht: Unter die Platzierten des mit 50 Paaren stark besetzen Feldes dieses Großen Preises schaffte es eine weitere Reiterin aus Bayern. Jörne Sprehe vom RC Herzogenaurach wurde mit dem in Ungarn gezogenen Stakkato Gold-Sohn Stakkis’s Jumper, mit dem sie zuletzt Anfang des Monats beim Weltcup-Turnier im polnischen Poznan Schleifen sammelte, in Frankfurt 13. mic