Göteborg: dickes Lob von der Bundestrainerin für Benjamin Werndl

„Er hat sich in den Top-Sport hineingeritten“, so Monica Theodorescu nach den Runden des Bayern beim Weltcup-Finale, das dieser auf Platz zwölf beendete.

"Es fühlte sich geil an!" Benjamin Werndl wurde in Göteborg Zwölfter. (Foto: Stefan Lafrentz)

Der Aubenhausener und sein Westfale Daily Mirror schlossen ihre erste Weltcup-Saison mit 79.1 Prozent in der entscheidenden Kür ab. „Es fühlte sich geil an. Ich möchte gerne probieren, das wieder zu erleben und mich vielleicht noch ein bisschen weiter vorne zu platzieren“, so der 34-Jährige nach seinem Ritt. Seine Analyse: „Ich war hier, um etwas zu lernen, und das habe ich. Beide Ritte waren nicht fehlerfrei, aber heute war „Ken“ (Daily Mirrors Spitzname) losgelassener als im Grand Prix. Wir haben viele persönliche Bestleistungen aufgestellt in letzter Zeit, es war klar, dass das nicht immer so weitergehen kann. Sicher war im Grand Prix auch Nervosität dabei, heute auch noch etwas. Wenn man das öfter mitmacht, wird man auch abgezockter. Hier mit Fehlern 79 Prozent zu erreichen, ist wirklich nicht so schlecht für die erste Weltcup-Saison.“ Im Grand Prix hatten die beiden wie berichtet Platz elf belegt, in der Kür unterliefen ihnen zwar noch Fehler in der Galopptour, dafür zeigten sie eine ausdrucksstarke Piaff-Passage-Tour.

Auch Bundestrainerin Monica Theodorescu fand nur lobende Worte für das Paar aus Bayern: „Großen Respekt habe ich auch vor Benni. Er nimmt ganz viel von hier mit. Ich weiß genau wie sich das anfühlt, zum ersten Mal ein Weltcup-Finale zu reiten. Er hatte eine tolle Saison und sich damit in den Top-Sport hineingeritten.“

Siegerin war Isabell Werth, die sich in Schweden damit den dritten Weltcup-Titel in Folge und den fünften ihrer Karriere sicherte. Sie gewann nach dem Grand Prix auch die Kür mit Weihegold. Das Ergebnis des Paares: 88,871 Prozent.

Zweite wurde die US-Amerikanerin Laura Graves, die schon im Grand Prix mit ihrem Wallach Verdades Zweite hinter Werth und Weihegold gewesen war. In der Kür hatte sie 87.179 Prozent vorgelegt. – Eine Kampfansage an die Titelverteidigerin, die sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen ließ.

Glücklich war auch Helen Langehanberg. Im Grand Prix war sie mit ihrem Hannoveraner Hengst Damsey FRH noch Fünfte, in der Kür schaffte sie zum Höhepunkt der Hallensaison eine neue persönliche Bestleistung – 86.571 Prozent bedeuteten Platz drei.  (pm/mic)