Haftstrafe für Augsburger Pferdehändler

Ein 42jähriger Pferdehändler aus dem nördlichen Landkreis Augsburg ist vom Schöffengericht Augsburg im März wegen mehrfachen Betrugs, Tierquälerei und Urkundenfälschung verurteilt worden und muss ins Gefängnis. Die Ermittlungen gegen ihn wurden eingeleitet, nachdem er bei einer Kontrolle in Februar 2010 einem Amtstierarzt zwei gefälschte Pferdepässe vorgelegt hatte. Vor Gericht gab der gelernte Metzger zu, dass er seit 2005 unangemeldet und ohne die erforderliche Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz mit Pferden gehandelt hatte. ; Wie die Deutsche Presseagentur und animal health online meldeten, kaufte der Verurteilte die Tiere meist im Ausland, insbesondere in Ungarn, und transportierte sie ohne Futter und Wasser. Über Internetforen bot er sie zum Verkauf an. Verletzungen oder Verhaltensauffälligkeiten verschleierte der Mann mit Medikamenten. So verabreichte er einem Wallach Psychopharmaka und verkaufte ihn als „Therapiepferd“. Ohne Medikation verhielt sich das Pferd aggressiv und dominant. Auch in anderen Fällen traten nach dem Verkauf Mängel auf. Der Verurteilte schob diese meist den Käufern zu und lehnte die Rückerstattung des Kaufpreises ab. Acht Geschädigten entstand dadurch ein Schaden von mehr als 10.000 Euro. Nach Angaben des Gerichts gab der Verurteilte auch zu, in zwei Fällen Pferde u.a. mit einem Holzstock minutenlang geschlagen zu haben. Das Urteil über eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten ist rechtskräftig. Sowohl Verteidigung als auch Staatsanwaltschaft verzichten auf Rechtsmittel. ; sn ;