„Hengst-Abitur“ mit bayerischer Beteiligung

In München-Riem wurde am vergangenen Wochenende eine Premiere gefeiert: Nach den ersten drei Terminen in Münster-Handorf und Verden traten 18 springbetonte und 15 dressurbetonte Junghengste bei der Sportprüfung an – auch bayerische Kndidaten glänzen beim "Hengst-Abitur". ; An zwei Tagen stellten sich die jungen Cracks der Bewertungskommision, neben der Vorstellung unter dem eigenen Reiter im Aufgaben-Reiten beziehungsweise Parcours-Springen stand auch der Fremdreitertest auf dem Programm. Hier bot der Schimmelhengst Checkter, ein Oldenburger Springpferd von Cellestial/Lord Pezi aus der Zucht und im Besitz der Böckmann Pferde GmbH (Lastrup), als zweiter Starter einen Auftakt nach Maß. Mit einer gewichteten Endnote von 9,66 legte er die Messlatte für die übrigen neun Kandidaten unerreichbar hoch. Knapp unterhalb der „9“ beendeten Cornet’s Call Out und Mister Albführen als Doppelspitze die Sportprüfung der fünfjährigen springbetonten Hengste. Mit einer gewichteten Endnote von 8,91 sah die Bewertungskommission den westfälischen Schimmelhengst von Cornet Obolensky aus der Zucht von Thomas Sagel (Brakel) und ausgestellt von Johannes Holzeder (Malching) nur knapp vor Mister Albführen, der die Sportprüfung mit einer 8,87 beendete. Der Bayernhengst Cervino H, ein Cornet Obolensky-Sohn aus der Zucht von Dr. Claus Hipp, ausgestellt von der Hengststation Bachl, erhielt eine Endnote von 8,17. Nabab de Voleé, ein Sohn des Nabab de Reve, stationiert auf der Hengststation von Daniel Dassler, bekam von der Kommission eine Endnote von 8,02. ; Bei den vierjährigen dressurbetonten Hengsten gaben der Hannoveraner Dimitroff sowie der Trakehner Freiherr von Stein den Ton an. Auch hier vergab die Bewertungskommission fünf Noten für Schritt, Trab, Galopp, die Rittigkeit sowie für Gesamteindruck und Perspektive als Dressurpferd. Hieraus ergab sich für Dimitroff (von Dimaggio/Brentano II) aus der Zucht von Friedrich und Edda Kröner (Schüttorf) und ausgestellt vom Gestüt Vorwerk (Cappeln) für das Westfälische Pferdestammbuch eine gewichtete Endnote von 8,52. Der Trakehner Rapphengst Freiherr von Stein (von Millenium/Perechlest) beendete die Prüfungstage mit einer gewichteten Endnote von 8,38. Er stammt aus der Zucht der Sächsischen Gestütsverwaltung in Graditz, ist im Haupt- und Landgestüt Moritzburg aufgestellt und wurde für den Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen gemeldet. In der Gruppe der fünfjährigen dressurbetonten Hengste konnten alle drei Kandidaten „bestehen“. Darunter der bayerisch gebrannte Boss Hoss aus der Zucht von Erwin Mayr, ausgestellt von Tobias Galmbacher. Der Sohn des Belissimo M staubte eine gewichtete dressurbetonte Endnote von 8,18 ab. (fn-press/cp) ; Alle Ergebnisse gibt es hier. ; Foto (Reumann/Archiv): Boss Hoss, der Musterknabe aus der Zucht von Erwin Mayr, konnte sich in München-Riem in Szene setzen.