Hitzewelle: So behalten Pferd und Reiter einen kühlen Kopf

In dieser Woche klettern die Temperaturen auf dem Thermometer vielerorts über 38 °C - optimales Wetter um am See zu liegen und zu entspannen. Doch wie geht es Pferden bei den hohen Temperaturen? Hier gibt es einige Tipps, damit die Vierbeiner "cool" bleiben.

Schattenplatz gesucht: Pferde überhitzen zehnmal schneller als Menschen. (Foto: pixabay)

Wenn die Temperaturen in dieser Woche deutlich über die 30 Grad-Marke klettern, sehnen sich nicht nur die Menschen an einen kühlen Ort – auch Pferde haben mit der Hitze zu kämpfen. Ihre Wohlfühltemperatur liegt zwischen -7 °C bis 25 °C. Zwar sind Pferde sehr anpassungsfähig, da sie aber zehnmal schneller überhitzen als Menschen, leiden sie bei zu hohen Temperaturen an Hitzestress.

Folgende Tipps helfen Pferden auch bei hohen Temperaturen „cool“ zu bleiben:

1. Ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stellen: Dabei ist zu beachten, dass sich stehendes Wasser in Eimern oder Kübeln schnell aufheizt und außerdem Mücken anlockt – das Wasser in Behältern sollte mehrmals am Tag gewechselt werden.

2. Weidezeiten anpassen: Die Morgen- und späten Abendstunden sind ideal, um die Pferde auf die Weide zu stellen. Auf der Weide ist generell darauf zu achten, dass Schattenplätze vorhanden sind. Ist das nicht der Fall, sollten die Pferde – mit beginnender Hitze – aufgestallt werden.

3. Training in die Morgen- oder Abendstunden verlegen: Das Training sollte nie in der prallen Sonne in der Mittagshitze erfolgen – besser geeignet sind die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Eine Alternative kann auch ein Ausritt im schattigen Wald oder an einen See sein. Das Pferd sollte daran gewöhnt werden, in der Hitze Leistungen zu erbringen. Stellen sich Probleme ein, sollte man einen Gang zurückschalten.

4. Abkühlung: Nach dem Reiten sollte das Pferd abgewaschen werden. Der salzhaltige Schweiß juckt sonst und lockt Mücken an. Dabei beginnt man bei der Dusche am hinteren Bein, welches am weitesten vom Herz des Pferdes entfernt ist (idealerweise also am rechten Hinterbein) und arbeitet sich langsam von unten hinten nach vorne oben. Die Temperatur des Wassers sollte nicht eiskalt sein. Nach dem Abduschen zieht man das Pferd mit dem Schweißmesser ab. Tut man dies nicht, erwärmt sich das Wasser im Fell und erzielt genau den gegenteiligen Effekt – das Pferd erhitzt.

5. Pferd vor Sonnenbrand schützen: Gerade helle Körperpartien mit unpigmentierter Haut wie rosa Nüstern oder rund um das Auge sind gefährdet. Der Aufenthalt in der prallen Sonne sollte sowieso vermeiden werden, weitere Abhilfe gegen Sonnenbrand können Nasennetze oder wasserfeste Sonnencreme ohne Duft- und Konservierungsstoffe schaffen.