Horses & Dreams: Simone Blums zweiter Streich

Die Weltmeisterin aus Zolling ist nicht nur mit „Wunderstute“ Alice nach Hagen gereist, auch Cool Hill ist mit von der Partie. Mit ihm hat sie heute Kurs auf die Riders Tour-Wertung genommen.

Auf Kurs in Sachen Riders Tour: Simone Blum und Cool Hill. (Foto: Stefan Lafrentz)

Ein Springen über Hindernisse bis 1,50 Meter Höhe stand heute in Hagen am Teutoburger Wald als Quali für den morgigen Großen Preis, die Riders Tor-Wertungsprüfung, auf dem Programm. 59 Paare waren am Start. Der Sieger war einer, der immer mehr auch im Springsport Furore macht und in internationalen Parcoursderzeit  das hat, was man so gerne einen Lauf nennt: Michael Jung, der Baden-Württemberger, der in Vielseitigkeitskreisen „Michi, the Terminator“ genannt wird und bei zwei Olympischen Spielen drei Gold- und eine Silbermedaille gewann. Mit der elfjährigen westfälischen Stute Fischerchelsea gewann er in der Halle zuletzt den Großen Preis von Dortmund sowie das Championat von Braunschweig. An diese Erfolge knüpfen die beiden nun auch unter freiem Himmel nahtlos an. Auf dem Hof Kasselmann setzten sie sich im fast 59-köpfigen Starterfeld mit zwei fehlerlosen Runden an die Spitze. Mit ihrer Zeit von 36.79 Sekunden waren Jung und Chelsea im Stechen nicht zu schlagen. Der erst 18-jährige Lokalmatador Max Haunhorst blieb mit Chaccara ebenfalls ohne Fehler und belegte Platz zwei hinter dem Franzosen Julien Epaillard, der in diesem Springen die erst neunjährige Hannoveraner Stute Quincy Lady gesattelt hatte.

Zu den mit neun Jahren jüngsten Pferden des international stark besetzten Starterfeldes gehörte auch DSP Cool Hill. Mit dem Schimmelwallach von Corlensky G/Al Cantino aus der Zucht des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts in Neustadt/Dosse platzierte sich Simone Blum mit ebenfalls fehlerfreier Runde im Stechen in der Zeit von 43,19 Sekunden an zwölfter Stelle. Nun nehmen die beiden Kurs auf die erste Wertungsprüfung der Riders Tour, die morgen um 14.30 Uhr beginnt. Da heißt es Daumen drücken!