Internationale Marbacher Vielseitigkeit intensiviert Kooperation mit Hochschule

Süddeutschlands renommiertestes Vielseitigkeitsevent ist einer der Saisonhöhepunkte auch für Bayerns Top-„Buschreiter“.

Praktische Lehrstunde: Studenten der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt auf der Marbacher Geländestrecke. (Foto: HfWU)

In diesem Jahr werden sie auch von zahlreichen Studenten begleitet, denn die Veranstaltung auf dem Gelände des baden-württembergischen Haupt- und Landgestüts wird einmal mehr zum Vorlesungssaal. Hintergrund ist der Kontakt zwischen dem Turnier und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, die einen Studiengang „Pferdewirtschaft“ anbietet. Dieser war schon bisher gut., nun wird die Zusammenarbeit noch enger.

„Der gute Kontakt ist auch dem verstorbenen Gelände-Parcourschef Gerd Haiber zu verdanken. Er war einer der Dozenten zum Thema „Technik im Turnierwesen“ und hat die Studenten für die Vielseitigkeit begeistert. Zur Praxis gehörte auch das Begehen der Strecke in Marbach“, erklärt Prof. Dr. Barbara Benz. Die studierte Agrarbiologin ist Professorin im Studiengang Agrarwirtschaft  und selbst Reiterin. Für dieses Jahr hat sie in Abstimmung mit der Turnierleitung eine Lehrveranstaltung auf das Sportevent in Marbach ausgerichtet. „Die Studenten werden eine Dokumentation der Abläufe unter Verwendung von Projektmanagement-Tools erstellen,“ erläutert sie das aktuelle Konzept, in das auch weitere Dozenten eingebunden sind. „Ich denke, das ist eine Win-Win-Situation. Der Veranstalter kann aus den Ergebnissen der Studenten möglicherweise Optimierungsansätze ableiten, und wir haben eine dynamische, praxisorientierte Lehrveranstaltung.“

Auch Wolfgang Leiss verspricht sich positive Effekte von der engeren Zusammenarbeit, die in der Praxis mit einer Vorlesung in Marbach beginnt: „Wir freuen uns, dass die Zusammenarbeit, die Gerd Haiber initiiert hat, fortgeführt wird. Und wir erwarten uns von den jungen Leuten auch den einen oder anderen Impuls. Das kann uns nur weiterbringen,“ so der Turnierleiter. Und wer weiß? Der eine oder andere der Studenten von heute gehört vielleicht zu den Turnierexperten von morgen.