Louisdor-Finale in Frankfurt: Benjamin Werndl und Famoso OLD Zweite

Sie waren als Favoriten ins Rennen gegangen und belegten am Ende Platz zwei: Trotz kleiner Patzer setze der Aubenhausener seinen Nachwuchscrack bestens in Szene.

Platz zwei im Louisdor-Finale: Benjamin Werndl und Famoso OLD. (Foto: Stefan Lafrentz)

Spätestens nach dem Sieg in der Einlaufprüfung zum Louisdor-Finale, der Serie für Deutschlands beste Pferde auf dem Sprung in den großen Grand Prix-Sport, hatte Benjamin Werndl mit Famoso OLD die Rolle des Favoriten inne. Und natürlich habe er sich vorgenommen zu gewinnen, so der Reiter nach der Siegerehrung gegenüber BAYERNS PFERDE. Doch es hat nicht sollen sein. Am Ende musste sich der Ausbilder aus Aubenhausen mit dem neunjährigen Oldenburger von Farewell III-Welt Hit II geschlagen geben, wenn auch nur knapp. Eine Taktunsicherheit in einer der Piaffen, ein Umspringen vor der Pirouette… von „Fehlerchen“ sprach Kommentator Dr. Dietrich Plewa zu Recht. Und die sind einem so jungen Pferd ja durchaus zu verzeihen. „Die Entwicklung eines jungen Pferdes ist nun mal nicht gleichmäßig“, so der Reiter, „es gibt immer mal wieder kleine Rückschläge. Junge Pferde machen Fehler. Dass das ausgerechnet heute so war, ist natürlich schade.“ Auch der Druck, die nun mal auf dem Favoriten laste, habe eine Rolle gespielt. „Ich war nervös, das Pferd auch.“

74,600 waren das Ergebnis der beiden – Platz zwei. „Das soll aber nicht heißen, dass ich total unzufrieden bin“, relativierte Werndl gegenüber BAYERNS PFERDE. Das wäre auch noch schöner! Schließlich hat der Bayer in den letzten Wochen zahlreiche Siege gefeiert – darunter bekanntlich den mit Daily Mirror in der Weltcup-Kür in Salzburg. Und das Ziel mit Famoso? „Mit ihm möchte ich mich im kommenden Jahr weiter hocharbeiten“, erklärt Werndl. Wer die beiden in Frankfurt gesehen hat, ist sicher: Das wird gelingen!

Das Finale war die Stunde von Daniel Bachmann Andersen: Sein Oldenburger Blue Hors Veneziano machte einfach die wenigsten Fehler in diesem hochkarätig besetzen Finale und kam auf 75,140 Prozent – der achtjährige Vivaldi-Donnerhall-Nachkomme ist Louisdor-Sieger 2018! „Ich wollte heute eine lockere Runde reiten,“ so der Däne, „das ist gelungen“. Destiny OLD machte das Spitzentrio der Oldenburger komplett: Für Kristina Bröring-Sprehes Vorstellung des Sohnes ihres Olympiapartners Desperado gab’s  73,120 Prozentpunkte. mic