Mariakalnok: Bayerns Reiter top in Ungarn

Hocherfolgreich in Ungarn: Cosima von Fircks und Nymphenburg's First Ampere. Foto: Presse

Super Erfolg für Jana Lang: Mit ihrem Pony Nur für Dich hat die Schülerin aus dem bayerischen Schmidgaden die abschließende Kür beim Nationenpreis-Turnier im ungarischen Máriakálnok gewonnen.

„Statt meiner bewährten Kürmusik von der deutschsprachigen Schlagersängerin Helene Fischer habe ich diesmal auf die ‚internationalen‘ Melodien der Kür von meinem ehemaligen Toppony Destany gesetzt“, so die Reiterin, die allerdings erst kurz vor der Abreise umdisponiert und entsprechend wenig Zeit zum Üben hatte. Doch es klappte: Mit 74,29 Prozent war ihr die goldene Schleife sicher.

Gemeinsam mit Lucie-Anouk Baumgürtel (Classic Dream FH), Lana-Pinou Baumgürtel (ZINQ Massimiliano FH) und  Frederike Feldhaus (Delray) holte sich Jana Lang auch noch den Sieg im Nationenpreis.

Starke Leistungen zeigten in Ungarn auch vier bayerische Junge Reiterinnen. Cosima von Fircks vom RC Gut Adelsried und Bettina Nuscheler aus Altenstadt holten sich zusammen mit der Würzburgerin Silke Hanft und Enya Müller aus Holzkirchen ebenfalls den Sieg im Nationenpreis vor Österreich und Polen. In der Einzelwertung gelang Cosima von Fircks zudem noch ein Doppelsieg: Mit Nymphenburg’s First Ampere belegte sie in überlegener Manier den ersten Platz in beiden Prüfungen. Im Sattel von Nymphenburg’s Easy Fellow überzeugte sie jeweils als Zweite. Erst seit acht Wochen sitzt Cosima von Fircks im Sattel des Hengstes Nymphenburg’s First Ampere, eines Ausnahmepferdes, das dreimal bei der Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde startete, jedesmal im Finale hochplatziert war und zwei Bronzemedaillen beim Bundeschampionat  erringen konnte.

Gute Runden präsentierte Bettina Nuscheler, die mit Lully den vierten Rang belegte. Auch die beiden anderen Deutschen, Silke Hanft mit Rock for Diamonds und Enya Müller mit Rudolph ritten noch in die Platzierung.

Im Lager der Reiter lief es ebenfalls top für die weißblauen Aktiven. So gab es Schleifen im Grand Prix und Grand Prix Special für Franziska Stieglmaier aus Roth mit DSP Dauphin, dem zehnjährigen bayerischen Damon Hill/Montezuma-Nachkommen aus der Zucht von Ralph Vogel und im Besitz von Mutter Erika Stieglmaier, sowie für Uwe Schwanz (Sauerlach) mit Fabious und Marc Oliver Blessing (Parsdorf) mit Dagon.

Mariakalnok war zugleich Weltcup-Etappe für die Dressurreiter. Als einziger deutscher Reiter ging Uwe Schwanz hier mit dem elfjährigen bayerischen Hotline/Lanciano-Sohn Hermes aus der Zucht von Martin Niedermair an den Start. Im Grand Prix belegte das Paar mit 69,957 Prozent den dritten Platz. In der Kür bedeuteten 73,455 Prozent für Uwe Schwanz und Hermes  am Ende Rang vier.

In der CDI3*-Tour gab es auch noch gute Platzierungen für Kristina Olson aus Markt Schwaben, die FBW Dory’s Dream gesattelt hatte. (ms)