Munich Indoors: Tannenhofs Fahrenheit tanzt zu Gold

Das sportliche Abendprogramm am dritten Turniertag bei den Munich Indoors startete mit der Meggle Grand Prix Kür. Die höchsten Wertnoten ertanzte sich Anja Plönzke mit ihrem schmucken Hengst Tannenhof’s Fahrenheit.

Anja Plönzke und Tannenhof’s Fahrenheit begeistern in der Meggle Grand Prix Kür Foto: Sportfotos-Lafrentz.de

Das Paar liebt Auftritte vor großem Publikum und war somit in der Olympiahalle goldrichtig. Vor gut besuchten Rängen zeigten die beiden eine fehlerfreie Kür zur Musik von Rap-Star Eminem: „Tannenhof’s Fahrenheit ist einfach toll, wenn ich auf Angriff reite, dann macht er sofort mit und blüht richtig auf“, freute sich die 49-Jährige über ihren Sportpartner. Platz zwei ging an den Bereiter im Stall von Marina und Toni Meggle, Matthias Bouten (Sonsbeck), mit Meggle’s Boston. Er musste sich knapp geschlagen geben, war dennoch hochzufrieden: „Boston und ich sind ja noch nicht so lange ein Paar, es war erst unser viertes Turnier und zudem ist es eine neue Kür. Er ließ sich super reiten und hat mir richtig gut zugehört. Es hat Riesenspaß gemacht, hier in der Olympiahalle zu reiten“, strahlte der 34-Jährige. Dritter wurde Reitmeister Hubertus Schmidt (Borchen) mit dem erst achtjährigen Escorial: „Ich bin super zufrieden mit ihm, er hat so toll mitgemacht, obwohl wir die Kür gar nicht so richtig geübt hatten. Am Ende hat ihm ein bisschen die Kraft gefehlt, aber ich bin sehr überzeugt von dem Pferd“, schwärmte der Reitmeister.
Die letzte Prüfung am Samstagabend gehört traditionell dem Munich Indoors Gold-Cup. Das Besondere: Hier gewinnt der Sieger echtes Gold! In diesem Jahr gab es eine kuriose Entscheidung in der Prüfung, denn von den sechs Startern im Stechen leisteten sich die ersten fünf Springfehler. So hatte der letzte Starter, der erst 19-jährige Schweizer Edouard Schmitz, eine lösbare Aufgabe vor sich: Er musste mit Balenciana K fehlerfrei bleiben, ohne zu hohes Risiko im Tempo gehen zu müssen. Der Plan ging auf und der junge Eidgenosse freute sich sehr über den Sieg und pures Gold. Platz zwei ging an Jan Wernke (Holdorf) mit Nashville HR, gefolgt von Sophia Schindlbeck aus dem oberbayerischen Seefeld mit Calata. (pm)