Stuttgart: Jessica von Bredow-Werndl gewinnt Weltcup-Kür

Zum ersten Mal in ihrer Karriere gewann die Reiterin aus Bayern die Qualifikation zum Weltcup-Finale im Rahmen des Stuttgart German Masters. Isabell Werth und Wehegold wurden Zweite.

Unschlagbar im Kürviereck von Stuttgart: Jessica von Bredow-Werndl und Dalera. (Foto: Lafrentz)

Mit Trakehner-Stute TSF Dalera BB erreichte Jessica von Bredow-Werndl in der ausverkauften Schleyer-Halle ein Ergebnis von 88.44 Prozent und siegte damit vor Isabell Werth mit Weihegold OLD (87,24 Prozent) und Helen Langehanenberg mit Damsey FRH (83,735). Und das mit recht eindeutigem Votum der Jury: Vier der fünf Richter sahen die beiden, die sich im Grand Prix noch Isabell Werth und „Weihe“ hatten geschlagen geben müssen, vorn.

„Das war Gänsehaut pur! Dalera hat mir heute ein wahnsinniges Gefühl gegeben. Einfach abnormal“, so Jessica von Bredow-Werndl nach der Siegerehrung. Im August hatte sie mit Dalera noch Team-Gold und Kür-Bronze bei der EM in Rotterdam gewonnen. „In den letzten drei Monaten hat sich Dalera noch einmal krass weiterentwickelt. Ich bin selbst neugierig, wo unsere Reise noch hingeht.“ Lediglich für den Schritt gab es Abzüge in den Noten, dies glichen Piaffen, Passagen und die Galopp-Tour aber aus. Für die Piaffe gaben die Richter vier Mal die Neun und einmal die Höchstnote Zehn. „Es fühlt sich mit Dalera wirklich wie tanzen an, wenn sie so zur Musik schwingt. Da geht mir das Herz auf“, sagte von Bredow-Werndl, die in Stuttgart 20 Weltcup-Punkte für den Sieg erhielt. Die Qualifikation für das Weltcup-Finale hat die Bayerin fest im Blick. Sollte sie das Ticket für Las Vegas erhalten, will sie aber mit ihrer niederländischen Stute Zaire-E starten. Mit Dalera will sie in Richtung einer Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio planen.

Im Weltcup-Ranking liegt nun nach drei von elf Qualifikationen in der Westeuropa-Liga Frederic Wandres mit 48 Punkten gleichauf mit Jessica von Bredow-Werndl. Helen Langehanenberg folgt mit 45 Punkten vor Benjamin Werndl, der auf 43 Zähler kommt. Die Weltcup-Saison führt die Dressurreiter nun weiter nach Madrid. Im Februar steht mit Neumünster dann die zweite deutsche Station auf dem Programm. Das Weltcup-Finale findet im April 2020 in Las Vegas/USA statt.