Trab: Regelmäßigkeit ist das A und O

Im Mittelpunkt: Auf dem Turnier sind alle Blicke der Richter auf das Reiter-Pferd-Paar gerichtet - doch was wird im Dressurviereck von ihnen erwartet? Katrina Wüst, internationale Richterin, erklärt, worauf es bei einzelnen Lektionen ankommt.

Aktiv und gut im Rahmen: Ein Beispiel für gute Trabarbeit. (Foto: Reumann/Archiv)

Im Trab fällt ein unregelmäßiges Gangbild sofort auf – deshalb achten die Richter in Prüfungen besonders darauf, dass er taktrein ist. Ältere Pferde, die sich zwar taktrein, aber nicht mehr voll elastisch bewegen, müssen dabei von deutlich ungleich gehenden Pferden unterschieden
werden – im zweiten Fall muss der Richter als „Anwalt“ des Pferdes agieren und es gegebenenfalls aus der Prüfung nehmen, schon um eine mögliche Verschlimmerung seines Zustands zu verhindern. In Deutschland bedeutet das: Ein Pferd muss auf beiden Händen, auf gerader und/oder gebogener Linie durchgehend deutlich ungleich gehen, ODER ein Pferd ist auf gerader Linie so stark ungleich, dass der Richter es zu seinem Schutz sofort abläuten muss.

Taktunreinheiten unterscheiden

Vorsicht allerdings: Geht ein Pferd ausschließlich im Seitengang deutlich ungleich, so können eine einseitige Steifheit, ein Balanceverlust oder eine Zügellahmheit die Ursache sein. Hier darf der Richter nicht abläuten! Alle derartigen Taktverluste werden ausschließlich in der Note selbst sowie in der Schlussnote für Durchlässigkeit bestraft, nicht in der Schlussnote für den Trab.

Ganz klar: Diese Dinge beeinflussen die Note im Trab.