Verladetraining: Ohne Stress in den Hänger – gewusst wie!

Das Pferd muss in die Klinik oder soll an einem Turnier teilnehmen - damit verbunden ist oft die Fahrt in einem Hänger. Schon der bloße Gedanke daran, löst bei vielen Pferdebesitzern Unbehagen und Stress aus, dabei muss das nicht sein.

Schritt für Schritt und ohne Zwang: Das Pferd sollte ohne Stress in den Hänger gehen. (Foto: Biologische Heilmittel Heel GmbH)

Das Verladen kann stressig werden – für den Vierbeiner genauso wie für die beteiligten Zweibeiner. Damit das Pferd unverletzt und entspannt über die Rampe gehen kann, sollten Pferdehalter zehn wichtige Regeln beim Verladen beachten.

  1. Übung schafft Routine: Nicht nur für das Pferd, sondern auch für den Halter ist es hilfreich, das Verladen in den Hänger in entspannten Situationen ohne Zeitdruck zu trainieren. So sind beide mit dem Vorgang vertraut und das Pferd kann seine Hemmung, über die Rampe zu gehen, stressfrei abbauen.
  2. Teamwork: Optimalerweise sind beim Verladen zwei Personen beteiligt. Während eine Person führt, sorgt die andere für die Vorwärtsbewegung des Pferdes. Sind mehr als zwei Personen beteiligt, können zu viele Kommandos das Pferd verwirren. Auch sollten sich während des Verladevorgangs möglichst keine weiteren Personen in unmittelbarer Nähe aufhalten.
  3. Die richtige Ausrüstung: Führkette oder Trense sind für das Verladen nicht nur ungeeignet, sondern auch gefährlich. Deshalb immer einen Führstrick mit Panikhaken sowie ein gut sitzendes, gepolstertes Halfter verwenden.
  4. Verletzungsgefahr reduzieren: Die Beine des Pferdes sollten mit speziellen Transportgamaschen oder dicken Bandagen mit gepolsterten Bandagierunterlagen vor Stößen geschützt sein.
  5. Starke Führung: Die Körpersprache der führenden Person gibt dem Pferd die Richtung vor: Das Pferd am Strick entschlossen und ohne zu zögern auf die Rampe führen. Den Blick dabei in den Hänger richten und sich nicht zum Pferd umdrehen.
  6. Niemals mit Gewalt! Das Pferd sollte nicht in den Hänger gezogen oder getrieben werden. Es sollte die Rampe freiwillig überqueren. Andernfalls herrscht Verletzungsgefahr!
  7. Lockmittel nutzen: Ein Eimer mit dem bevorzugten Müsli macht dem Pferd den Einstieg schmackhaft und führt zu einer positiven Verknüpfung mit dem Transport.
  8. Reihenfolge beachten! Sobald das Pferd im Hänger steht, Heckstange sicher verschließen – erst danach sollte das Pferd mit dem Führstrick festgebunden werden. Beim Entladen dagegen erst den Strick lösen, ehe die Heckstange geöffnet wird.
  9. Führpferd einsetzen: Um transportunwilligen Pferden die Angst zu nehmen, empfiehlt es sich, dem zu verladenden Pferd ein erfahrenes und ruhiges Führpferd vorangehen zu lassen.
  10. Vorbeugende Stressprophylaxe: Im Vorfeld eines Transports können auch Präparate mit beruhigender Wirkung zum Einsatz kommen. Biologische Tierarzneimittel können hier gute Dienste leisten, da sie dank natürlicher Inhaltsstoffe schonend und nebenwirkungsfrei Stress entgegenwirken und die Immunabwehr unterstützen.

 

Weitere Informationen rund um die Gesundheit von Pferden finden Sie unter www.vetepedia.de.(PM)