Weidesaison: Schutz vor dem Wolf

Eine zeitgemäße Einzäunung für Weidepferde zeichnet sich durch gute Sichtbarkeit sowie hohe Verletzungs- und Ausbruchssicherheit aus. Deutlich höhere Anforderungen an die Zaunanlage stellt der Schutz vor Raubtieren wie dem Wolf, der sich auch in Bayern wieder angesiedelt hat.

Seit einigen Jahren ist der Wolf in Deutschland wieder heimisch geworden, seit 2016 gibt es in Bayern wieder sogenannte standorttreue Wölfe. Standorttreu bedeutet, dass ein Wolf über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten in einer Region nachgewiesen werden kann – in der Regel anhand einer genetischen Untersuchung. Meldungen über Wolfsrisse geben auch Pferdehaltern allen Grund zur Sorge. Auch die Angst davor, dass Pferde in Panik vor dem Wolf durch Weidezäune brechen, auf Straßen laufen und für Mensch und Tier tödliche Unfälle verursachen könnten, ist immens.

Anforderungen an einen Weidezaun zur Wolfsabwehr:

  • Mindesthöhe von 1,40 bis 1,60 Meter mit fünf Leiterbahnen aus hochleitfähigem Material
  • Leistungsfähiges Weidezaungerät (mind. 4.000 Volt, 5 Joule)
  • Gute Erdung mit mindestens drei verzinkten, 1 Meter langen Erdungsstäben pro Weidezaungerät
  • Kurzhalten der Vegetation unter dem Zaun
  • Keine zeitliche Unterbrechung der Elektrifizierung
  • Nicht genutzte Mobilzäune abbauen
  • Durchgehende Elektrifizierung
  • in Eck- und Torbereichen
  • Konsequente (in der Regel tägliche) Kontrolle von Zaun und Weidezaungerät

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