Weltreiterspiele: Jessi von Bredow-Werndl nach Tag eins vorn

Zur Halbzeit der Mannschaftsentscheidung der Dressurreiter liegt das deutsche Team in Tryon auf Goldkurs – und die Aubenhausenerin ist „geflasht“.

Da können Zwei rundum zufrieden sein: Jessica von Bredow-Werndl und Dalera nach ihrem ersten Auftritt in Tryon. (Foto: Stefan Lafrentz)

Das war ein Debut nach Maß: Als erste Starterin des deutschen Teams kam Jessica von Bredow-Wendl bei ihrer WM-Premiere  mit der elfjährigen Trakehnerstute TSF Dalera BB gestern auf 76,677 Prozent im Grand Prix – das bedeutete die Tagesführung. Dorothee Schneider und ihr Bayer Sammy Davis jr. (von San Remo/Wenckstern; Z.: Hans Volkert, Georgensgmünd) hielten als zweites Paar die deutsche Dressur-Mannschaft mit 75,062 Prozent auf Goldkurs. In der Einzelwertung rangiert Schneider nach dem ersten Tag auf Platz drei hinter der Schwedin Judith Ramel mit Buriel K.H. (75.248 Prozent).

„Ich bin super zufrieden“, sagte Bundestrainerin Monica Theodorescu nach dem ersten Tag. „Dalera und Jessi haben sehr gut vorgelegt. Jessi hat eine sehr gute Runde gezeigt. Es gab ein paar Unstimmigkeiten in der ersten Piaffe, aber das war ihr bester Grand Prix soweit. Vor allem in der Galopptour waren beide super sicher. Das war eine tolle Runde und das war auch der Plan. Frisch, frei vorneweg, das fand ich richtig gut. Dorothee hat wieder super geritten. Mit dem Fehler in der ersten Piaffe ging leider die Note gleich runter. Aber insgesamt hat sie stark geritten. Eine tolle Galopptour und die weiteren Piaffen waren auch sehr gut. Dann das letzte Traben, die Mittellinie – vom Feinsten“, analysierte sie die Ritte der beiden ersten Teammitglieder. Siegessicher ist sich die Bundestrainerin aber nicht. „Es bleibt spannend.“ An den Pferden soll es nicht liegen.„Die Bedingungen für die Pferde vom Stall bis zu den Böden sind fantastisch.“

Die Zufriedenheit der Bundestrainerin teilte Jessica von Bredow-Werndl. „Dalera ist super gegangen. Sie war mega konzentriert“, sagte sie direkt nach ihrem Ritt. Den Fehler bei der ersten Piaffe schrieb sie sich zu. Mit einer fehlerfreien Piaffe zwei und drei wollte sie zeigen, „wie gut Dalera piaffieren kann. Das war mit persönlich sehr wichtig.“ Für die elfjährige Stute sind die Weltreiterspiele das erste große Championat. „Ich war geflasht, wie unbeeindruckt sie von der Kulisse war. Das hat sie überhaupt nicht interessiert. Es ist auch ihr erstes Grand Prix-Jahr und sie tut so, als hätte sie das schon zehn Jahre gemacht“, war Jessica von Bredow-Werndl voll des Lobes über ihre erst elfjährige Trakehnerstute. Für sie ist noch mehr drin. „Da ist natürlich noch Luft nach oben, das ist klar.“ Dorothee Schneiders Championatsdebüt liegt schon länger zurück: 2012 bei den Olympischen Spielen in Londen. Es folgte Rio 2016 und im letzten Jahr feierte der zwölfjährige Sammy Davis jr. mit der Pferdewirtschaftsmeisterin seine Championatspremiere bei den Europameisterschaften.

Heute geht es mit dem zweiten Teil der Mannschaftswertung weiter. Sönke Rothenberger und Cosmo gehen um 17.50 Uhr (MEZ) ins Viereck, Isabell Werth und Bella Rose um 22.39 Uhr (MEZ). (Pm/mic)